Nebbiolo+Poiana on Geocaching-Tour home


22.08.2017Bergamo, Val Vertova

Um unsere 81 D/T-Matrix zu vervollständigen suchten wir nach einem 3.5/5.0 Cache in unserer Nähe. Leider gibt es da nichts zu finden - einer der wenigen - und der nächste war der "Val Vertova... wild experience!".
Also entschlossen wir uns fĂĽr einen Ausflug mit dem Wohnmobil in diese Gegend. Bei der Planung berechnete ich den Zeitaufwand nach gewohnter Regel, Strecke 2x3km (6 km / 4) = 1.5 Stunden, 9 Caches suchen (D=21.5 x 3) = 64.5 Minuten - also rund 2.5 Stunden.

Wir fuhren um 9 Uhr in Bergolo ab und sammelten auf der Autobahn einige „Park and Grab“ Geocaches ein. Wir staunten, dass die Strasse bereits nach Vertova, einige Kilometer vor dem ersten Cache mangels Parkplatz gesperrt war - mit schlechten Gewissen ignorierten wir die Signalisierung. Je weiter wir zum vorgesehen Parkplatz fuhren – desto mehr Leuten begegneten wir – dabei war es doch einige Tage nach dem „Ferragosto“. Das Kopfschütteln der zahlreichen Wanderergesellschaften begleitete unsere Fahrt durch das enge Strässlein und mit Glück fanden wir dann einen Parkplatz. Nach einer kurzen Mittagspause starten wir um 14 Uhr das Abenteuer ins Tal der Begierde.

Problemlos fanden wir die ersten Caches, auch wenn unsere Koordinaten einiges daneben lagen. Es war uns schon klar dass die nahen Berge und Bäume eine genaue Positionierung schwierig machen. Aber dafür hatten wir die uns wichtig scheinenden Spoiler-Bilder ausgedruckt. Wir konnten es kaum glauben welche Völkerwanderung unterwegs war, gut dass die Caches verborgen von den „Muggles“ abseits vom Weg lagen. Bis zum „Val Vertova... filetti“ lief alles gut und wir konnten auch die Natur mit unvergessenen Wasserfällen, Höhlen und Felsen geniessen.

Nun kam das grosse „Adventure“ – ein verschlossenes Eisentor versperrte uns die vorgesehene Route. Also ging es nochmals hoch zum „filetti“ auf dem CAI525 immer höher und höher. Wir kamen schnell zu einer Kreuzung - dem nicht auf der OSM-Karte eingezeichneten Weg wollten wir nicht folgen. Beim Inspizieren der Karte hatte ich vermutet, dass vom Haus auf dieser Strecke ein Weg nach unten zum „Wild experience“ führe. Wir kamen bis auf 25 Meter zu den gewünschten Koordinaten, aber alle Versuche irgendein Weg nach unten zu finden war ohne Abseilung zu gefährlich – also für uns unmöglich. Zähne kreischend und schon erschöpft ging es wieder zurück zur Kreuzung, dort nahmen wir nun den „richtigen“ Weg der uns problemlos zur „le sorgenti“ führte. Dank Spoilerfoto konnten den Cache schnell finden, obwohl wir nach unserem GSP schon einige Meter zu weit gelaufen waren. Nun ging die Suche nach unserem Tagesziel los, den wollten wir ja unbedingt finden! Nach dem im „Listung“ ja gut beschriebenen Abstieg über das Flussbett erreichten wir den angenehmen Betonweg und erreichten mit dem Spoilerbild in der Hand den gesuchten Ort ohne uns vom GPS-Gerät irritieren zu lassen. Nach einer erste erfolglosen Suche gingen wir an einem „sichern“ Ort und versuchten die uns vorher unwichtigen weiteren Spoilerbilder mit dem C:GEO nochmals anzusehen – aber es war kein Mobilnetz verfügbar. Wegen meiner Höhenangst und dem Platzmangel wollte ich nun nochmals alleine auf die Suche gehen und fand schlussendlich das kleine Ding abgerutscht in den Spalt. Nach organisieren eine grossen Pinzette konnte ich mich glücklich ins Logbuch einschreiben - 77/81 sind erreicht.

Nun war die Frage zurück auf dem gleichen Weg wie wir gekommen sind - oder das Risiko über das Flussbeet hinunter? Aus Müdigkeit entschieden uns für den kürzeren und näheren Weg, der uns ein bisschen Mut abverlangte aber ohne Schwierigkeit zum Eisentor brachte. Aber wie bringen wir Cinza unser Bodercollie über das Hindernis „Eisentor“? Vor den Augen der vielen Schaulustigen schaffte ich es mal, dann zeigte Cinza allen Mut und am Schluss überzeugte Poiana mit einer gelungenen Übung an den Händen, die auch hätte ins Auge gehen können.
Der Rest war dann nur noch eine schöne, entspannte und erfüllte Wanderung talabwärts – wir haben es geschafft!

Vielen Dank an babbesco für diese schöne Route, die abwechslungsreichen Caches in gutem Zustand und die gut ausgedachten Verstecke.